Nach wie vor sind Großveranstaltungen in Belgien pandemiebedingt nicht erlaubt. Dies betraf auch die renommierten Spa Summer Classic, die in diesem Jahr deutlich kleiner ausfielen als ihre vorherigen Ausgaben. Aber zumindest konnte die Traditionsveranstaltung stattfinden, wenn auch unter strengen Corona-Auflagen, bezüglich Test- und Maskenpflicht, Abstandsregeln und Zuschauerverbot.

Nichtsdestotrotz fanden am Ende doch viele Rennteams den Weg nach Spa. Unter ihnen auch Christoph Hötte und Thorsten Bürvenich, die mit dem von der Rheinlandgarage vorbereitetem Peugeot 106 S16 den zweiten Lauf des Belcar Historic Cups in Angriff nehmen wollten.

Bei absolutem Kaiserwetter setzten die Beiden bereits im Freitagstraining ein Ausrufezeichen, indem sie ihren Boliden nicht nur auf Platz 1 in der Klasse bis 1600ccm, sondern auch Hubraumübergreifend auf P1 der gesamtem Nineties-Fahrzeuggruppe der Baujahre 1991-2000 stellten. Ein respektables Ergebnis, war man immerhin im hubraumschwächsten Fahrzeug der Epoche unterwegs.

Das erste Rennen am Samstag wurde durch eine frühe Safetycar-Phase etwas durcheinander gewirbelt. Trotzdem ließ sich Christoph Hötte nicht beirren und zeigte eine hervorragende Leistung, die mit Platz 1 in der 1600er Klasse belohnt wurde. Zusätzlich kämpfte er sich in der letzten Runde noch an einem Mitbewerber vorbei und sicherte sich Platz 3 in der Nineties-Gruppe.

Am Sonntag sorgte dann erstmal das typische Ardennen-Wetter für Nervenkitzel und Hochspannung. Kurz vor dem Rennstart ging nämlich ein gewaltiger Schauer nieder. Jetzt war Reifenpoker angesagt. Auch hier entschieden die beiden sich für die richtige Wahl und zogen Regenpneus auf, da es immer wieder tröpfelte.

So konnte Thorsten Bürvenich direkt nach dem Start mehrere Plätze gutmachen und sich kurz darauf sogar noch auf Platz 2 der Nineties-Fahrzeuggruppe nach vorne schieben. Diesen verteidigte er bravourös bis ins Ziel, obwohl es zum Schluss, auf komplett abgetrockneter Piste, noch einmal sehr knapp wurde, da die Regenreifen langsam aber sicher ihren Zenith überschritten hatten. Am Ende wurde er mit einem Vorsprung von 0,129sek. auf den Drittplatzierten abgewunken. Darüberhinaus war der Sieg in der 1600er Klasse aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Somit war es ein voller Erfolg und das Peugeot 106 Team der Rheinlandgarage reist nicht nur als Tabellenführer bei den 1600ern, sondern auch als Gesamtspitzenreiter der Nineties-Fahrzeuge aus Spa-Francorchamps ab. Ein durchaus bemerkenswertes Rennwochenende, daß unbedingt Lust auf mehr macht.

See you in Zolder.